Wenn der Wind durch den Garten geht, liegt am nächsten Morgen oft eine Menge Obst im Gras. Es wäre schade, das alles liegen zu lassen, aber Fallobst hält nicht lange. Durch den Sturz bekommt es Druckstellen, und dort setzen Fäulnis und Schimmel schnell an. Wer es regelmäßig einsammelt und sortiert, kann trotzdem viel davon nutzen. Es kommt nur darauf an, schnell zu handeln und ehrlich zu prüfen.
Sammle das Obst möglichst bald nach dem Fallen ein, am besten mit einem Korb oder einer Kiste. Lege es nicht in Plastiksäcke, wo es feucht wird und schnell verdirbt. Frage bei fremden Bäumen immer nach, ob du sammeln darfst, und teile mit den Besitzern. Wer selbst keinen Baum hat, fragt Freunde mit Garten, ob sie gerne etwas abgeben. Wespen sind im Spätsommer oft aktiv, also achte beim Aufheben auf deine Hände und schau genau hin.
Drei Häufchen
Am einfachsten sortierst du das Obst in drei Gruppen. Die erste besteht aus unversehrten Stücken, die du kühl lagern und zuerst essen kannst. Die zweite sind Stücke mit kleinen Druckstellen, die du bald verarbeitest. Die dritte sind Stücke mit Fäulnis, Schimmel oder gärigem Geruch, und sie gehören auf den Kompost. Stelle kein beschädigtes Obst zu den guten Früchten, weil es die anderen ansteckt.
Aus den Stücken der zweiten Gruppe kannst du Apfelmus, Kompott, Kuchen, Saft oder Marmelade machen. Schneide Druckstellen großzügig weg und verarbeite nur die gesunden Teile. Ein Kompott oder Mus lässt sich gut einfrieren. Auch getrocknete Apfelringe sind eine gute Idee, wenn du viel Obst hast und keine Eile mit dem Verarbeiten hast. Halte dich bei Marmelade und Saft an ein bewährtes Rezept.
Was du nicht verwerten kannst, gehört nicht in den Müll, sondern auf den Kompost oder als Futter für die Vögel, wenn es noch gut ist. Verschenke, was übrig bleibt, an Nachbarn und Freunde, die keinen Baum haben. Notiere dir, welche Bäume viel tragen und welche Sorten sich gut lagern. So planst du im nächsten Jahr besser und musst weniger wegwerfen, und im Herbst wartet keine böse Überraschung auf dich. Ein Blick auf den Baum im Frühling zeigt dir außerdem, wie viel Arbeit im nächsten Herbst auf dich zukommt.